Nepal IV – Pokhara & Umgebung

Die zweitgrößte Stadt Nepals ist gleichzeitig das touristische Zentrum des Landes. Idyllisch an einem der wenigen nennenswerten Seen (Fewa See) von Nepal gelegen, kommt man von hier in wenigen Stunden Autofahrt zu den Ausgangspunkten verschiedener Treks wie z.b. Annapurna, Manaslu oder Poon Hill. Hier lässt es sich auch gemütlich warten, wenn das Wetter, wie es bei uns der Fall ist, keine großen Touren zulässt. Für Nepalurlauber die nicht wegen dem Wandern hier sind (uns noch immer unverständlich) gibt es verschiedene “Actionangebote” wie z.b. Paragleiten, Raften oder Ziplining.

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Insgesamt haben wir hier jetzt schon mehr als eine Woche verbracht, konnten in unserem Hostel Gepäck zwischenlagern das wir beim Wandern oder im wärmeren Chitwan Nationalpark nicht brauchten. Unsere Gastgeber im “The Mountain House” sind uns mittlerweile auch richtig ans Herz gewachsen und wir konnten beobachten wie das Haus, so wie die ganze Stadt, in den letzten Wochen für die Hauptsaison vorbereitet wurde.

Als wir zum ersten mal in Pokhara ankamen, war die Stadt noch wie ausgestorben. Keine Touristen, leere Lokale. Es ist zwar immer noch ein ziemliches Überangebot, aber mittlerweile sind wir nicht immer die einzigen Gäste.

Unsere Zeit hier verbrachten wir zum Großteil mit Rasten, Essen & Planen, aber unternahmen auch einiges. In der Stadt (bzw. versteckt hinter dem Flughafen…) steht zum Beispiel das Internationale Mountain Museum, wo wir viel über die Geschichte & Geologie des Himalaya und die Nepalesische Kultur lernen konnten. Highlights der Ausstellung waren die Originalausrüstungen diverser Erstbesteiger und eine Fotoausstellung von Eco-Himal, in der aktuelle Fotos von der Nepalesischen Landbevölkerung mit Fotos aus dem Salzburger Oberland der 1930-1950er Jahre verglichen wurden. Wenn man sich die Fotos von heute so anschaut und auch mit unseren Erfahrungen beim Wandern in den Bergdörfern vergleicht wird einem bewusst, dass viele Nepalesen heute noch so leben wie es bei uns vor 60-70 Jahren üblich war. Natürlich oftmals ergänzt durch neue technologische Errungenschaften wie Smartphones oder PV-Panele.

World Peace Pagoda

Eine der bekanntesten Touristenattraktionen in Pokhara, die von überall sichtbar ist, ist die World Peace Pagoda. Eine buddhistische Stupa, die auf Initiative eines Japanischen Lamas errichtet wurde. In absoluter Stille kann man hier einen tollen Ausblick auf die Stadt und das Umland genießen, während man mehr oder weniger betend im Uhrzeigersinn um die Stupa geht.

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Begnas Lake

In der Nähe von Pokhara gibt es noch weitere Seen die man besuchen kann, wenn man wirklich nicht weiß was man sonst noch machen soll. Einer davon ist der Begnas Tal

Kleine Nepali Lektion:

  • Tal = See
  • Thal = Ebene
  • Dhal = Linsensuppe

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Der See ist scheinbar auch ein beliebtes Ziel für Einheimische, welche am Wochenende (hier ist der Samstag ein Feiertag) Picknicks bzw. Feiern veranstalten, für die man sich anscheinend am besten gleich einen Bus mietet, den Lautsprecher aufstellt und irgendwas aus frisch geschlachteten Ziegen kocht.

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Sarankot Mountainbike Tour

Da noch immer keine Aussicht auf Besserung der Schneesituation rund um uns war und wir nicht mehr wirklich still sitzen konnten, beschlossen wir es mal mit Mountainbiken zu probieren.

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Es stellte sich als richtig coole Option heraus und wir konnten an diesem Traumtag ziemlich viel von der Umgebung sehen.

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Eines der Highlights waren ca. 30-40 über uns kreisende Geier die in der Nähe scheinbar Aas gefunden hatten.

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Nach ca. 1,5 h bergauf radeln konnten wir auf einem 360 Grad Aussichtspunkt die Traumkulisse bewunden. Anschließen ging es den Kamm am Westufer des Fewa Sees entlang bis wir nach rasanter Abfahrt gemütlich am Seeufer zurückrollen konnten. Unsere Hypothese, das man auf den Straßen hier mit einem Mountainbike ca. gleich schnell unterwegs sein kann wie Autos konnten wir so auch bestätigen.

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Fazit: Pokhara und seine Umgebung sind ein super Ausgangspunkt und Erholungsort. Hier lässt es sich aushalten, und in manchen Momenten am Seeufer kann man kaum glauben, dass das auch Nepal sein kann.

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