Mexico II – Yucatan

Nach Strand und Meer in Quintana Roo war es Zeit fuer uns den Jungel in der Mitte der Halbinsel Yucatan zu durchqueren und es uns in Merida gemuetlich zu machen. Dort feierten wir Judith´s Geburtstag, das “Corazon de Merida”, jede Menge koestliches Essen und schauten am Weg dorthin wieder mal bei einem Weltwunder vorbei…

 

Chichen Itza

Wer durch Yucatan reist, kommt nicht an Chichen Itza vorbei. Seit die Maya Ruinen als eines der “Weltwunder der Neuzeit” (so wie Machu Picchu) bestimmt wurden, kommen die Besucher in Scharen. Ja, Chichen Itza ist absolut sehenswert – aber die Mengen an Touristen und noch schlimmer, an Souvenirverkaeufern, nimmt einem ein bisschen die Lust am Verweilen und Bewundern. (Im Gegensatz zu Coba)

Besondere Highlights an Chichen Itza sind der Ballspielplatz, der der groesste seiner Art ist, und natuerlich die Hauptpyramide. Zwar gibt es Hoehere, aber kaum eine wurde so gut freigelegt und restauriert.

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Souvenirstaende an allen Wegen zwischen den Ruinen
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Der grosse Ballspielplatz: Die 3kg schweren Baelle mussten, ohne Arme zu verwenden, durch die Ringe an den Seitenwaenden befoerdert werden. Die Verlierer (oder evtl. sogar die Sieger) werden gekoepft und so den Goettern geopfert.

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Wie die meisten Maya Staedte wurde auch Chichen Itza in der Naehe von Cenotes errichtet, die einerseits als Eingang zur Unterwelt galten, andererseits aber auch wichtiges Trinkwasser lieferten. (In Yucatan gibt es keine ueberirdischen Fluesse)

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Die Heilige Cenote
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Bei der seitlichen Ansicht bemerkt man, welchen Unterschied die Restaurierung ausmacht
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Im Gegensatz zu Machu Picchu kann dieses Weltwunder wirklich jeder bewundern
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Tausend Saeulen
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Die Maya waren eine Hochkultur…
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Die “Kirche” die keine war

 

Wenn man schon mal da ist, ist Chichen Itza natuerlich einen Besuch wert. Wir wuerden Yucatan Reisenden aber eher die Ruinen Coba, Tulum und Edzna empfehlen, da sie genau so eindrucksvoll, jedoch einsamer und billiger sind.

 

Merida

Die Hauptstadt der Provinz Yucatan ist auch gleichzeitig das kulturelle Zentrum der Halbinsel Yucatan (der auch die Provinzen Quintana Roo & Campeche angehoeren). Knapp ueber eine Million Einwohner und einige Touristen feiern hier jedes Wochenende das “Corazón de Merida”, ein Strassenfest mit Musik, Theater, etc. Wir hatten das Glueck, sogar zum Abschlusswochenende des Merida Fests zu kommen, bei dem die Kulturverantwortlichen der Stadt ihr 475 jaehriges Bestehen zelebrierten.

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Der Zocaló (Hauptplatz) mit der ersten Kathedrale des Amerikanischen Kontinents im Hintergrund
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Der Platz trug in seiner Vergangenheit schon viele Namen
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Das Haus der Montejos (Vater, Sohn & Neffe), der ersten Conquistadoren von Yucatan und Gruendern von Merida
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Die Revolutionspassage mit einer Keramik / Eiscreme Ausstellung
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Das Regierungsgebaeude Yucatans beheimatet beeindruckende Gemaelde ueber die schicksalhafte Geschichte der Region
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Die Geburt des ersten Mayas aus (was sonst) einem goettlichen Maiskolben

Fun Fact: Am Beginn jeder Hochkultur steht der Ueberschuss an lagerfaehigen kohlehydrathaltigen Lebensmitteln (Mais, Reis, Weizen,…)

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In unserem Hostel liess es sich bei ueber 35°C ganz gut entspannen
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Abseits der grossen Buehnen fanden auch Klavierkonzerte in schattigen Innenhoefen statt

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Diese “Papillonpapierln” sind nur mit Koerperkraft geformtes Blech
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Auch heute wird noch jeden Freitag “Hueftball” gespielt – allerdings ohne Menschenopfer

Von vielen Konzerten und Events haben wir leider keine Fotos, entweder weil wir die Kamera vergessen haben, oder sie nicht in die Menschenmassen mitnehmen wollten.

Merida ist mit den Touristenburgen an der Riviera Maya nicht zu vergleichen und sprueht vor Kultur und kolionalem Charme (mit allen blutruenstigen Geschichten die dazugehoeren…). Zwar war es viel zu heiss, aber das brachte uns dazu so manchen schattigen Innenhof oder Gallerien zu entdecken.

 

Izamal

Unweit von Merida steht in Izamal der groesste zusammenhaengende Kirchenkomplex Mexikos mit dem zweitgroessten Atrium (nach dem Petersplatz) der Welt. Das ganze wurde auf den Ruinen einer riesigen Maya Pyramide errichtet – wo sonst waeren die ganzen Steine hergekommen…

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Die gesamte Innenstadt ist in den Farben gelb und weiss gehalten…
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…sogar blaue Haeuser sind hier gelb

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Zum Glueck wurden nicht alle Pyramiden in Izamal dem Erdboden gleichgemacht oder von Kirchen verdraengt. Die groesste ueberlebende Pyramide ist der Sonne gewidmet und steht nur einen Steinwurf von der Kathedrale entfernt und man kann sie sogar noch besteigen!

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Blick (hinunter!) auf die Kirche

In kaum einem anderen Ort kann man das Aufeinanderprallen der Kulturen so deutlich sehen wie in Izamal.

Ein weiterer “Culture Clash” war der Verzehr unseres ersten Mexikanischen Schnitzels (Paniertes Huehnerschnitzel mit Reis, Avocado, roten Zwiebeln, Habanero, Limetten und Brei aus schwarzen Bohnen. Dazu Tacos) Gut wars.

 

Judith´s Geburtstag

Der Tag an dem wir Izamal besuchten war einer der wichtigsten Tage unserer Reise – Judiths 25er. 

Also machten wir Sachen, die man an einem Geburtstag so macht:

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Piñiatas anschauen
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Meeresfruechte aus Bananenblaettern schmausen und dazu einen (oder ein paar) Margeritas trinken
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Und auch mit 25 sieht Judith grossartig aus und achtet auf Zahnhygiene (mit ODOL & Rose)

 

Progreso

In Progreso, einer kleinen Hafenstadt vor Merida, schlug vor ca. 65 Millionen Jahren jener Asteroid ein, der zum Aussterben der Dinosaurier fuehrte. Leider ist der Krater so gross, das man nicht viel davon merkt. (Ausser das Fehlen von Dinosauriern…)

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In diesem Krater haben wir etwas ganz ganz Besonderes gegessen…

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Dies ist kein normaler Burger!

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“Ich habe einen Krabbenburger in dem ultimativen Asteroidenkrater verspeist, mein Leben war noch nie so komplett!” (Thomas, 25)

Wie auch du lieber Leser stellt sich mir jetzt die Frage: “Kann es noch besser werden?” Wir werden es bald wissen!

Hasta Luego aus Campeche!

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