Argentinien IV – Buenos Aires

Was passiert wenn mehrere Millionen Auswanderer aus Italien, Polen, England, Spanien und Deutschland eine Stadt gruenden?

Buenos Aires passiert. Ein bunter Mix aus Kulturen der anscheinend noch immer irgendwo zwischen Europa und Lateinamerika pendelt.

Eine Stadt die Persoenlichkeiten zu Legenden macht, wie Papst Franziskus, Juan Riquelme und die schillerndste von Allen – Evita Peron.

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Recoleta Friedhof – Die Stadt der Toten

Ein absolutes Highlight unseres Aufenthaltes in Buenos Aires (BA) war der Besuch des Recoleta Friedhofs. Eines Friedhofs in dem Religion Nebensache ist (hier liegen Christen, Juden und Muslime begraben), mit dem hoechsten Quadratmeterpreis (nicht fuer Friedhoefe sondern generell!) von ganz Lateinamerika und mit der hoechsten Statuendichte der Welt.

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Auf diesem Friedhof gibt es keine “Graeber”, jede wohlhabende Familie hat ihr eigenes Mausoleum

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Manche wollen unter den Steinen der Anden begraben werden…
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Andere lassen sich einen Aegyptischen Jesus erbauen…
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Und diese junge Dame starb gleich zweimal und soll noch immer hier spuken

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Evitas Grab – ein unauffaelliges Grab mit bewegter Geschichte
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Die Stadt der Toten, eine Stadt in der Stadt
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So mancher privater Streit wird auch nach dem Tod noch fortgesetzt…

 

 

 

San Telmo Markt

Jeden Sonntag verwandelt sich San Telmo in einen hoffnunglos ueberranten Markt bei dem sich Ramsch, Kunsthandwerk und Antiquitaeten nur schwer unterscheiden lassen.

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La Boca

Das Herz von Buenos Aires, Heimat des erfolgreichsten suedamerikanischen Fussballvereins und Schmelztiegel der Kulturen. Hier kamen die glueckssuchenden Europaeer an, als sie vor dem ersten Weltkrieg fluechteten. Glueck fanden nur manche von Ihnen, die meisten mussten froh sein Arbeit zu finden.

Nach harten Zeiten durch die Verlegung des Hafens die Arbeitslosigkeit und Armut mit sich brachte, beschloss ein einheimischer Kuenstler Farbe in diese Tristesse zu bringen und ausserdem Schulen, Waisenhaueser und Kuenstlerinitiativen zu gruenden. Zeitweise hatte La Boca “Der Mund”, sogar Ambitionen eine eigene Republik zu gruenden.

War dieser Stadtteil einst offen fuer Neuankoemlinge, ist er heute extrem abgeschlossen. Die Einwohner Bocas moegen ihr Viertel und bleiben gerne unter sich. In zwei, drei Strassen duerfen sich Touristen frei bewegen, ueberall sonst wird einem klar gemacht dass man nicht erwuenscht ist.

 

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Auch aus Oesterreich kamen scheinbar Einwanderer nach La Boca
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Zum bemalen der Haeuser mussten Farbreste von Schiffen herhalten, daher der bunte Fleckerlteppich
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Eine der vielen (heute bunten) Wellblechbaracken in denen hunderte Einwanderer ihre erste Unterkunft fanden
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Ein “Mural” (Graffiti) auf einem Fussballplatz erinnert an die Ausrufung der Republik la Boca

Wer von Boca redet meint Fussball. Hier wird seit 1863 gekickt und darauf sind sie auch verdammt stolz. Beide grossen Vereine der Stadt, Boca Juniors (Von Italienischen Strassenjungen gegruendet) und River Plate teilten sich einst das Viertel. Die Rivalitaet wurde zu gross und ein Spiel entschied wer gehen muesste. Boca gewann und seitdem ist die “Bonbonera” die wichtigste Sehenswuerdigkeit von La Boca.

Leider waren wir zur Sommerpause in der Stadt und konnten so kein Spiel sehen…

“England hat die Regeln fuer Fussball erfunden, Argentinien die Leidenschaft fuer Fussball”

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Mit dem Rad durch BA

Da es die meiste Zeit in Buenos Aires ueber 35ºC hatte (teilweise mehr als 50ºC Unterschied mit der Heimat!) beschlossen wir weiter entfernte Sehenswuerdigkeiten mit dem Rad zu besuchen um so zumindest ein bisschen Fahrtwind zu erwischen.

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Was habe ich mit dem Papst gemeinsam? Nicht viel auf den ersten Blick, aber mein aktueller Haarschnitt stammt vom Friseur des Papsts (als Bischof von Buenos Aires) hoechstpersoenlich.

 

Ueber Buenos Aires gaebe es noch viel mehr zu berichten, aber ehrlich gesagt schreibe ich diesen Artikel ca. 100m vom Strand entfernt bei strahlendem Sonnenschein ueber der Mexikanischen Karibikkueste und wuerde lieber schnorcheln. Ausserdem kommen wir ja dann eh schon in ein paar Wochen zurueck und koennen viel erzaehlen.

Hasta Luego!

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