Uruguay

In acht Tagen waren wir Schmuggler, Hippies, Jet-Setter und Familienurlauber. Uruguay – ein kleines Land in dem es mehr Rinder als Menschen gibt und Fussball wichtiger ist als jede Religion.

 

Montevideo

Angekommen in der Hauptstadt von Uruguay war das Programm sofort klar: “Asado” war angesagt, eine Grillerei im Kreise der Familie die uns zu Ehren einen Tag verschoben wurde.

Die Zeit in Uruguay verbrachten wir mit Gonzalo, einem Freund der sein Auslandssemester in Steyr machte. Seine Familie beherbergte und verwoehnte uns waehrend unserem Aufenthalt in ihrem Land, auf das sie schon ziemlich stolz sind. Viel besser als Argentinien! In dieser Richtung sind sie uns recht aehnlich…

Ein Stueck Heimat fanden wir auch, dank Oesterreich Flagge im Schlafzimmer und Zillertal Bier (auch wenns nur ein Marketing-Gag ist). Ausserdem fluechtete Susi vor dem Oesterreichischen Winter und reist seit dem 29.12. mit uns.

 

Colonia del Sacramento

An unserem ersten Tag in Uruguay besuchten wir dann Colonia del Sacramento, eine Schmugglerstadt “gegenueber” von Buenos Aires. Statt Sklavenschiffen kommen jetzt allerdings Touristenfaehren im Stundentakt an. Die nette kleine Stadt laedt zum schlendern ein, mehr als ein Tag waere aber wahrscheinlich langweilig.

 

Essen ist in Uruguay mehr oder weniger mit Rindfleisch gleichzusetzen. Wenn nicht gegrillt, dann in Burgerform – das wird dann “Chivito” genannt und kommt einer Mahlzeit gleich.

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Piriapolis

Ein wohlhabender italienischer Einwanderer namens Piria entschloss sich Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts einen Badeort zu gruenden, den er (wer kann der kann) nach seiner Wenigkeit benannte.

So ist Piriapolis jetzt der zweitgroesste Badeort des Landes, auch wenn man sieht das die “goldenen Jahre” vorbei sind.

Eigentlich wollten wir ja nicht nach Piriapolis, sondern einen der hoechsten Berge Uruguays besteigen – den Cerro Pan de Azucar mit knapp ueber 400m. Der war nur leider (wegen Regen am Vortag?!) geschlossen. Also mussten wir uns mit dem Tierpark zufrieden geben.

 

Cabo Polonio

Ein absolutes Highlight unseres Uruguay Aufenthaltes war der Besuch von Cabo Polonio im Norden des Landes. Nach ein paar Stunden Autofahrt hiess es umsteigen in einen Duenentruck und wir duesten in das Hippiedorf “Cabo” – ohne Strom, Trinkwasser und Kanalisation, dafuer mit unglaublicher Landschaft und einer der groessten Seeloewenkolonien der Welt.

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Nach Cabo kommt man nur mit Truck oder Pferd
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Es gibt keine Strasse, man faehrt ueber den Strand
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Unser Hostel
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Unser Schlafzimmer
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Unser Wohnzimmer
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Endlich wieder slacken!
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Der Hauptbahnhof
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Der Hauptplatz
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Die Shoppingmeile
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Die Strandpromenade
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Die Reisegesellschaft
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Pssst – Seeloewen!

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Das Einkaufszentrum (inkl. Handwaage und Kerzenlicht)

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Sylvester in Guazuvira

Ein unfassbar abwechslungsreiches, spannendes Jahr endete eher ruhig in einem Familienresort in dem unsere Gastfamilie seit mehr als 10 Jahren Sylvester feiert und danach ihre Sommerferien verbringt. Ein merkwuerdiger, aber interessanter Kontrast zu unserer normalen Reiseart und zu den letzten Tagen in Cabo.

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Nach ein bisschen Sport am Strand und Entspannung im Jacuzzi kleideten sich alle weiss und die (kurze & alkoholfreie!) Party begann mit einem grossen Buffet um 10 Uhr Abends und endete mit einem Feuerwerk um Mitternacht.

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Nachdem wir uns dann doch noch eine Flasche Rotwein teilten, gingen wir bereits vor zwei Uhr ins Bett. Mein ruhigstes Sylvester seit sicher 10 Jahren.

 

Punta del Este

Wenn man von Urlaub in Uruguay spricht, meint man Punta del Este. DER Nobelbadeort an der Suedamerikanischen Atlantikkueste braucht keinen Vergleich mit Nizza und sonstigen Europaeischen Badeorten zu scheuen. Wer mich kennt, weiss aber auch, dass ich Nizza nicht besonders mag…

Hierher kommt wer Geld hat und macht was Jet-Setter so machen – Yacht fahren, shoppen und am Strand zeigen wie schoen Mann/Frau ist.

Auch wenn wir uns etwas fremd in dieser Welt fuehlten, machten wir uns auf zu einer Segelbootfahrt raus auf den Rio Plata, der sich vor Punta del Este mit dem Atlantik vermischt.

Mein Highlight von Punta war allerdings der Besuch von Casapueblo, einem Haus des Argentinisch/Uruguayanischen Kuenstlers Vilaró der dieses in 40 Jahren Bauzeit errichtet hat – inspiriert von der Sonne und Holzbackoefen. Dort den Sonnenuntergang zu bestaunen ist ein Erlebnis, inklusive Live-Musik, dem emotionalen Gedicht “Ciao Sol”, Kunst und jeder Menge aufgebrezelten Brasilianerinnen.

 

Abschied von Montevideo

An unserem letzten Tag wollten wir eigentlich noch die Hauptstadt genauer ansehen, doch ein Sturm kam dazwischen. Wir schafften es gerade noch auf eine Aussichtsplattform und dann ging es los.

Der Sturm traf die Stadt mit starken Windboen und verursachte abgebrochene Baeume und kaputte Fenster. Also blieben wir lieber im Haus und warteten ob unsere Faehre abfahren kann.

Ueberraschenderweise konnte sie, und so sahen wir sogar noch den Sonnenuntergang ueber Buenos Aires, waehrend einige Kilometer westlich der Sturm auf die Argentinische Kueste traf.

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Hasta Luego aus Buenos Aires!

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