Chile III – Das Seengebiet

Hier haben wir glasklare Fluesse und Seen gefunden, das wahrscheinlich gruenste Hotel der Welt erforscht, Wasserfaelle bestaunt und eine Grenze im wahrsten Sinne des Wortes “ueberschritten”. Mehr dazu in diesem Blogpost!

 

Valdivia

Valdivia ist gemuetlich, erinnerte mich an Schweden und Judith an Finnland. Die Stadt ist voll mit Seebaeren, Schuelern an deutschen Schulen und Fluessen bei denen man nie sicher sein kann ob das noch Fluss oder schon Meer ist.

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Valdivia, Hauptstadt der Region “Los Rios”

Am Markt kauften wir nicht nur richtig gutes Mariscal (Kalte Muscheln mit Zitronensaft und Chili) sondern auch “Merkén”, sonnengetrocknete und geraeucherte Chilis mit denen wir seit dem jede Mahlzeit herrlich verfeinern.

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Markt von Valdivia

Neben dem Fischmarkt lauern gewaltige Seebaeren, flinke Seeloewen und Voegel auf Fischabfaelle.

An einem schwarzen Strand nahm ich mein erstes, kaltes Bad im Pazifik…

…und wurde mit “dem besten Bier Suedamerikas”, in der Brauerei Kunstmann belohnt. Am Abend kosteten wir dann fast alle Sorten durch und sogar das Heidelbeerbier (links) war recht trinkbar!

In Valdivia liesse es sich lange aushalten, abseits der Touristenpfade und noch dazu in der Vorsaison. Aber uns zog es in die Urwaelder der Region, die von einem reichen Amerikaner erworben, und seither vor dem Raubbau fuer Rohstoffgewinnung und Abholzung geschuetzt werden.

 

Huilo-Huilo

Das Biospharenreservat Huilo-Huilo ist in erster Linie ein privates Naturschutzgebiet in den Anden, an der Chilenisch-Argentinischen Grenze. Richtig bekannt wurde es aber erst durch die Errichtung eines unfassbaren Hotelkomplexes der seinesgleichen (evtl. bald im Muehlviertel?) sucht. Ein Musterbeispiel fuer Nachhaltigkeit und gelungene, naturbezogene Architektur.

Das Nothofagus Hotel

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Und ein paar Einblicke in den Hotelkomplex inklusive Huetten, Wasserfall vom Dach und Fluss durch die Lobby. Nein, wir haben uns kein Zimmer dort geleistet, sondern sind (ganz erlaubt) zweimal auf einen Kaffee vorbeispaziert.

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Der Namensgeber der Region ist der “Huilo-Huilo Wasserfall”, der aus 37 Meter gewaltige Massen an Schmelzwasser herunterstuerzen laesst.

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Der Huilo-Huilo Wasserfall
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Eine posierende Eidechse
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Mapuche “Espiritus” im Wald
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Kaltes, klares, Wasser

Wir besuchten die Wasserfaelle und eine art “Baumwipfelpfad” der den Mapuche, den lokalen Ureinwohnern, gewidmet ist.

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Puerto Fuy

Eigentlich wollten wir ja bei Huilo Huilo zelten, aber der Campingplatz war leider noch geschlossen. Also marschierten wir ca. 1,5km ins naechste Dorf – Puerto Fuy.

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Fussmarsch nach Puerto Fuy
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Lago Pirehuieco, eiskalt und wunderschoen!
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auch vom Land aus schoen

Aus Mangel an Kochmoeglichkeiten in unserer Unterkunft und der (noch) nicht existierenden Gastronomie packten wir die Gelegenheit am Schopf unsere flexible Campingkueche an den Strand zu verlegen und dort fein zu speisen.

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Pasta “al Lago”
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Unsere Bleibe
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Inklusive High-Tech Beleuchtung

Wir haben Puerto Fuy als recht verschlafenes Dorf zwischen See, Naturschutzgebiet und Vulkanen erlebt. Im Sommer (also Januar und Februar) steppt hier aber sicher der Baer! Es ist ein Sommerferienort fuer Chilenische Familien, der sich gerade richtig herausputzt. Fuer uns waren die Baustellen an der Strasse und am Hafen allerdings nicht so nuetzlich…

Von Puerto Fuy konnten wir allerdings ziemlich gut die Gegend erkunden und auch unsere abenteuerliche Grenzueberschreitung nach Argentinien starten. Mit einer Faehre pro Tag und noch ohne Bus auf der anderen Seite, wie wir (auf der Faehre…) herausfanden.

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Die letzten “Completos Italianos” vor der Ueberfahrt
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Die Hua-Hum Faehre steht bereit
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Die einzige Faehre des Tages wird randvoll beladen
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Auf dieser Strasse verliessen wir Chile ueber den Hua Hum Pass, betraten einen Nationalpark und kurz darauf Argentinien.

Danke nochmal den Chilenischen Grenzpolizisten die uns von der Faehre bis zu ihrem Arbeitsplatz mitgenommen haben. Dem aufmerksamen argentinischen Grenzbeamten der dann doch noch das richtige Einreisedatum ein zweites mal in unseren Pass gestempelt hat und dem aelteren Paerchen die uns nach einem zweistuendigen Hatscher doch noch bis ins (37km entfernte…) San Martin de los Andes gebracht haben. Danke. Uns gehts gut.

Bis bald in Argentinien!

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