Chile II – Der Zentralraum

Mehr als ein Drittel aller Chilenen leben in der Hauptstadt Santiago de Chile. Die Kuestenorte Valparaiso und Viña del Mar die nur etwas ueber eine Stunde mit dem Auto entfernt sind, waeren gemeinsam die zweitgroesste Stadt Chiles. Wer also Chile kennenlernen moechte sollte hier mal vorbeischaun.

Ein paar Highlights

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Wolkenkratzer in Santiago
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Street Art in Valparaiso
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Hostel in Viña del Mar
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Empanadas in Concón

 

Santiago de Chile

Santiago ist eine positive Ueberraschung. Das liegt wahrscheinlich an unserer niedrigen Erwartungshaltung (aehnlich wie Lima, reicher aber verschmutzt und versmogt…) unseren tollen Couchsurfing Kontakten Leo, Andrea und Max; und am am guten Fruehlingswetter, das wir drei Tage lang geniessen konnten. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir uns hauptsaechlich in den “besseren” Gebieten der Stadt und in Parks aufhielten – wie auch immer, Santiago ist sympathischer als gedacht!

Unsere Gastgeber, Leo & Andrea, die uns auf eine oeffentliche Anfrage auf Couchsurfing.com eingeladen haben, waren ein echter Glueckstreffer! Eine nette Wohnung in guter Nachbarschaft (Providencia) in Zentrumsnaehe mit eigenem, kleinem Gaestezimmer und Bad und dazu zwei Dackel (Baguette & Doktor Richard Feinman) und viele interessante Unterhaltungen machten den Aufenthalt hier zu einem sehr herzlichen, persoenlichen Erlebnis. Gemeinsam haben wir uns auch Chiles 3:1 Sieg gegen Uruguay in der “The Clinic” Bar angesehen und Weihnachtskekse gebacken!

Highlights von Santiago an sich waren die beiden Huegel im Zentrum (jede Stadt sollte sowas haben!) von denen man unglaublich weit ueber die unterschiedlichen Teile der Stadt sehen kann.

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Kulinarisches und Kulturelles Highlight war die Bar “La Piojera”, wo wir (nach schlechtem Fisch) unsere ersten Terremotos kosteten, herausfanden das “corto” gar nicht so kurz sein muss, dass man aus “cordialidad” schon mal auf einen Liter Bier eingeladen werden kann und anscheinend wirklich alle Chilenen “Cuenca” tanzen koennen.

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Ein Besuch beim Fischmarkt
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Der Fisch schaut auch gut aus
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Riecht aber sehr verdaechtig
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Ab ins “La Piojera”, Santiagos urigste Bar
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Terremoto = Wein + Grenadine + Ananaseis
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Ein “corto” Pisco … Fischt tot

“Sanhattan” (Santiago & Manhattan) war der krasse Gegensatz dazu. Hier trifft sich Chiles who is who der Businesswelt und viele globale Unternehmen regeln von hier aus ihre Suedamerika Geschaefte, im Schatten des hoechsten Gebauedes des Kontinents und des groessten Einkaufszentrums.

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Ein weiteres kulinarisches Erlebnis war die “Completo Strasse”, eine Seite des Hauptplatzes die einzig den typischen Chilenischen Hot Dogs gewidmet ist. Natuerlich konnte ich nicht wiederstehen!

Max, der gerade nach seinem Master fuer “Business in Emerging Markets”, wieder von Graz nach Santiago gezogen ist um dort einen Job zu finden, war der perfekte Gespraechspartner um ueber kulturelle Unterschiede, chilenische Wirtschaft und Aussichten fuer junge Akademiker zu reden. Ausserdem fuehrte er uns den ganzen Tag lang herum und beantwortete geduldig unsere Fragen ueber eine, seine, Stadt, die er gerade auch neu entdeckte.

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Viele Sehenswuerdigkeiten (wie hier Nationalbibliothek) waren uns wegem einem Streik der Staatsangestellten fuer eine Lohnerhoehung nicht zugaenglich.

 

 

Valparaiso & Viña del Mar

Die beinahe zusammengewachsenen Staedte , die gemeinsam Chiles zweitgroesste Metropole waeren, koennten unterschiedlicher nicht sein. Valparaiso, nie gegruendet sondern entstanden, Inspiration und Heimat fuer Kuenstler wie Pablo Neruda, buntes Chaos, auf Huegeln verteilt, laut, schmutzig, wunderbar!

Valparaiso

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Und daneben Viña – ein durchnummeriertes Schachbrett dessen einzige Sehenswuerdigkeiten ein Casino, eine Blumenuhr und eine geklaute Statue der Osterinseln sind, geordnet, ruhig, langweilig – ein Ort fuer Pensionisten, oder zum schlafen.

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So haben wir am ersten Tag unser Quartier dort bezogen, schnell alles erkundet und am Samstag nach einem Morgenlauf am Strand den Bus ins nur 20min entfernte Zentrum von “Valpo” genommen, wo wir den Tag mit einer “offbeat” Free Walking Tour starteten, die uns ueber den Cerro Cordillera zum ehemaligen Gefaengnis (und heutigem Kulturzentrum sowie ersten Parks der Stadt) bis wieder hinunter ins flache und reiche, aber erdbebengeschuettelte Zentrum fuehrte.

Danach erkundeten wir die klassischen Ziele, Cerro Concepcion und Alegre auf eigene Faust und staunten nicht schlecht ueber die unglaublich vielen “Muralistas”, grosse Graffities, die typisch fuer die Stadt sind.

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Versteckt zwischen diesen bunten Meisterwerken, die oft politisch motiviert sind, findet man Gallerien, Souvenirshops, Restaurants und vertraeumte Cafés. Leider war der Empanadas-Laden mit ca. 80 verschiedenen Sorten bereits geschlossen (um 2min verpasst!), dafuer kehrten wir in die Kleinbrauerei Altamira ein, fuer Bier, eine grosse Platte Chorrillana Porteño und eine Live Jazz Kombo aus Bass und Posaune.

Am Rueckweg zum Bus riefen uns dann auch ploetzlich Leute nach – die drei Amerikanischen Austauschstudentinnen die mit uns in der Destillerie-Fuehrung in Pisco Elqui waren! Ein verrueckter Zufall, wie gemacht fuer eine Stadt wie Valparaiso.

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Concón

Concón war dagegen leider eine Enttaeuschung. Eine riesige Bettenburg fuer einen schwarzen Sandstrand und einigen Seafood Lokalen. Immerhin fanden wir nach anfaenglicher Verwirrung und resultierender Wanderung doch noch das “Las Deliciosas”, wo wir die angeblich besten Seafood Empanadas Chiles verspeisten. Gut waren die dann schon.

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Wir fahren Bus…
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…steigen zu bald aus…
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…und finden doch ans Ziel!
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Und Judith’s Traumauto

Insgesamt bereuten wir den Ausflug aber ein bisschen und wuenschten wir haetten noch einen halben Tag in Valpo verbracht. Nacher weiss man’s immer besser, jedenfalls haben wir die gesamte Palette an Wochenendausfluegen an die Kueste gesehen und sind jetzt zurueck in der Hauptstadt. Allerdings nur um den Nachtbus nach Valdivia, in die Seenregion Chiles zu nehmen.

Hasta Luego!

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